Kiefer- und Zahnfehlstellungen: Alles, was Sie wissen müssen!

Viele Menschen kennen es: Die Zähne sind nicht ganz so geformt, wie man es sich vielleicht wünschen würde. Was teilweise nur subjektive ästhetische „Makel“ sind, kann jedoch auch zu zahngesundheitlichen Problemen führen. Erfahren Sie hier alles, was Sie über Zahnfehlstellungen wissen müssen.

Was versteht man unter Zahnfehlstellung?

Es gibt einige verschiedene Arten von Fehlstellungen im Zahn- und Kieferbereich. In der Fachsprache spricht man von Dysgnathie (aus dem Griechischen: dys = „fehl-“ bzw. „miss-“ und gnáthos = „Kiefer“). Dieser Begriff fasst alle Fehlentwicklungen im Bereich des Kiefers, aber auch der Zähne und des Kausystems zusammen.

Man unterscheidet zwischen:

  • Dentoalveoläre Dysgnathie: Hierbei spricht man von Zahnfehlstellungen, bei denen die Zähne im Kiefer nicht richtig angeordnet sind. Beispiele hierfür sind schiefe Zähne sowie Zähne, die gedreht sind oder nicht an der vorgesehenen Stelle herauswachsen.
  • Skelettale Dysgnathie: Damit sind Kieferfehlstellungen Beispielsweise kann die Lage oder die Form einer oder beider Kieferpartien betroffen sein.

Ein qualifizierter Spezialist für Kieferorthopädie wird eine mögliche Kiefer- oder Zahnfehlstellung bei Ihnen diagnostizieren und Sie zur idealen Therapie beraten. Machen Sie jetzt einen Termin aus in:

  • Dortmund-Kirchhörde: 0231 730850
  • Herdecke: 02330 1404

Welche Symptome können bei Kiefer- und Zahnfehlstellungen auftreten?

Unbehandelte ausgeprägte Fehlstellungen können zu gesundheitlichen Problemen führen. Symptome hierfür sind etwa Beschwerden beim Beißen bzw. Kauen und Zahnschmerzen aufgrund von eng aneinander gedrängten Zähnen. Auch kann es zu Problemen beim Schließen des Mundes kommen. In einigen Fällen ist zudem das Kariesrisiko erhöht, wenn die Zahnfehlstellung dazu führt, dass bestimmte Stellen beim Zähneputzen nicht mehr so einfach erreicht werden können.

Welche Zahnfehlstellungen und Kieferfehlstellungen gibt es?

Kiefer- sowie dentale Fehlstellungen treten sehr häufig auf. Zahlreiche verschiedene Arten von Fehlstellungen sind bekannt und können zu Problemen führen. Einige Fehlstellungen, insbesondere wenn sie nicht sonderlich ausgeprägt sind, sind dagegen lediglich aus individuellen, ästhetischen Gründen relevant. Viele Patienten wünschen sich beispielsweise geradere Zähne oder möchten Zahnlücken loswerden.

Zu den bekanntesten Fehlstellungen im Kiefer- und Zahnbereich gehören:

  • Der Überbiss ist eine der bekanntesten Fehlstellungen. Hierbei ragt der Oberkiefer über den Unterkiefer hinaus. Umgekehrt spricht man auch von einem Unterbiss. Nicht ganz dasselbe ist der sogenannte Vorbiss, bei dem der Unterkiefer an sich im Verhältnis zum Oberkiefer zu lang ist.
  • Bei einem Normalbiss (auch Regelbiss oder Neutralbiss) ist es üblich, dass die obere Zahnreihe die untere um 2-3 Millimeter bedeckt. Beim Tiefbiss ist dies jedoch deutlich ausgeprägter, so dass die untere Zahnreihe kaum oder gar nicht sichtbar ist. Dies ist beim Deckbiss ebenfalls der Fall, nur dass hier zusätzlich noch die oberen Zähne nach hinten gekippt sind.
  • Der Kreuzbiss (schiefer Biss) ist dadurch zu erkennen, dass die Unterkieferzähne teilweise seitlich über die Zähne im Oberkiefer hinausragen.
  • Von einem Engstand spricht man, wenn die Zähne zu eng beieinanderstehen. Grund hierfür ist Platzmangel im Kiefer.
  • „Natürliche“ Zahnlücken kommen beispielsweise vor, wenn die Zähne im Verhältnis zum Kiefer zu klein sind. Auch ein zu straffes Lippenbändchen kann für eine Zahnlücke verantwortlich sein, insbesondere wenn diese zwischen den oberen Schneidezähnen auftritt.
  • Zu den Zahnfehlstellungen gehören auch natürliche Zahnlücken.

    Fehlen ein oder mehrere komplette Zähne im Kiefer, kann man ebenfalls von Zahnlücken sprechen. Dies kann auf natürliche Weise auftreten, wie beispielsweise beim Verlust der Milchzähne.

    Doch auch Zahnverlust aufgrund eines Unfalls ist möglich. Ferner kann eine Weisheitszahnentfernung notwendig sein. Oder ein anderer bleibender, schwer erkrankter Zahn ist nicht mehr zu retten und muss entfernt werden. In solchen Fällen können Zahnimplantate zum Einsatz kommen.

Wie bereits erwähnt wurde, sind einige dieser Fehlstellungen, insbesondere in wenig ausgeprägter Form, unbedenklich. Ihr Kieferorthopäde wird Sie bezüglich möglicher Fehlstellungen im Kiefer beraten und Ihnen gegebenenfalls eine Behandlungsmethode empfehlen. Spätestens wenn Ihnen Ihre Zähne zu schaffen machen, sollten Sie ohnehin zum Zahnarzt gehen. Unabhängig davon, ob Sie selbst das Gefühl haben, dass eine Fehlstellung daran schuld sein könnte. Aber auch wenn Sie aus ästhetischen Gründen mit dem Aussehen Ihrer Zähne nicht zufrieden sind, kann Ihnen der Kieferorthopäde weiterhelfen.

Angle-Klassifikation

Mit der sogenannten „Angle-Klassifikation“ wird oftmals die Lage der Kieferpartien zueinander beschrieben. Dabei stammt der Begriff nicht etwa vom Englischen „angle“ = Winkel, sondern ist zurückzuführen auf den US-amerikanischen Kieferorthopäden Edward H. Angle. Dieser hatte die Klassen bereits im Jahre 1899 definiert. Die Klassifikation von Angle ist allerdings nicht unumstritten. Ein kurzer Überblick lohnt sich dennoch. Die Angle-Klassen lauten:

  • Angle-Klasse I: Neutralbiss
  • Angle-Klasse II: Distalbiss oder Überbiss
    • Angle-Klasse II/1: Oberkieferfront ist labial gekippt
    • Angle-Klasse II/2: Oberkieferfront ist invertiert
  • Angle-Klasse III: Mesialbiss oder Vorbiss

Behandlung von Zahn- und Kieferfehlstellungen in Dortmund und Kirchhörde

Sollten Ihnen Kiefer- oder Zahnfehlstellungen Probleme bereiten oder Sie aus optischen Gründen stören, machen Sie doch gleich einen Termin in der Dentlounge aus. Unsere Praxis bietet kieferorthopädische Behandlungen in Dortmund und Herdecke an. Wir freuen uns, Ihnen helfen zu können!

 

Bildnachweis: Bild von bigbear auf Pixabay

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